Bhakti Weltansicht

Andere Wege

 

Die Veden erklären, dass jedes menschliche Bemühen, materiell oder spirituell, in vier Kategorien fällt:

  • Arbeit für persönlichen Gewinn in dieser oder der nächsten Welt (karma);
  • Das Streben nach Wissen über die letztendliche Wahrheit – verbunden mit dem Wunsch, die Identität aufzugeben, indem man mit einer angenommenen spirituellen Einheit verschmilzt (jnana);
  • Versuche, durch körperlichen Yoga oder Meditation spirituell zu erwachen;
  • Hingabe zu Gott (bhakti)

 

Der durch andere Bemühungen erlangte Nutzen ist der Gottesliebe untergeordnet, weil (1) das Glück, welches wir in dieser Welt anstreben, von Natur aus flüchtig ist, (2) führungslose oder irregeleitete Forschungen nach dem Ziel des Lebens früher oder später in Aussichtslosigkeit und Frustration enden, (3) selbst Meisterschaft im Yoga uns nicht Gott näher bringen kann. Gott ist eine Person, und Er erwidert nur reine Liebe.

 

In allen Religionen und Schriften der Welt, einschließlich der Veden, finden wir Hinweise auf diese Arten von Bemühungen. Doch die höchste Lehre in allen Schriften ist Bhakti oder Liebe zu Gott. Zwar können die anderen Methoden helfen, uns voranzubringen, doch letztendlich besteht das Ziel darin, reine Liebe zu Gott zu erlangen. Nur sie kann uns voll zufrieden stellen. Und nirgends ist die Wissenschaft der Bhakti klarer und ausführlicher erklärt als in den Schriften der vedischen Tradition, insbesondere dem Srimad-Bhagavatam.