Bhakti Weltansicht

Glaube

 

„Durch das Darbringen transzendentalen liebevollen Dienstes für Krishna führt man automatisch auch sämtliche untergeordneten Tätigkeiten aus. Diesen vertrauensvollen, starken Glauben, der der Ausübung hingebungsvollen Dienstes sehr zuträglich ist, nennt man sraddha.“ – Caitanya Caritamrita Madhya Lila 22.62

 

Atheisten und Agnostiker verunglimpfen Religion und sagen, sie gründe sich auf Glauben. Damit deuten sie stillschweigend an, dass ihre eigenen Einstellungen dies nicht täten.

 

Glauben findet man jedoch nicht allein auf dem Gebiet der Religion. Atheisten hegen den Glauben, es gäbe Gott nicht. Agnostiker sind davon überzeugt, Gottes Existenz könne niemals bewiesen werden.

 

Warum glauben unterschiedliche Menschen an unterschiedliche Wirklichkeitskonzepte? Unsere Überzeugung ist nicht allein unsere eigene Wahl. Viele Faktoren wirken sich auf unseren Glauben aus, insbesondere unsere Handlungen in vergangenen Leben (unsere gegenwärtigen Überzeugungen sind Teile unseres Karma) und die verschiedensten Einflüsse in diesem Leben (unsere Familie, unsere Freunde, Schule, was wir lesen usw.).

 

Sri Krishna sagt in der Bhagavad-gita, dass die drei Erscheinungsweisen der Natur Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit einen vorrangigen Einfluss auf unser Leben ausüben. „Gute“ Menschen fühlen sich z.B. häufig zu Gott hingezogen. In anderen Worten, ihre Verbindung mit der Erscheinungsweise der Tugend inspiriert den Gottesglauben.

 

Menschen auf dem Pfad der Bhakti nähren ihren Glauben an Gott, indem sie mit Gottgeweihten Gemeinschaft halten, Schriften lesen, die die Hingabe zu Ihm hervorheben, reine Leben führen usw. Aus diesem Glauben erwächst zunächst spirituelle Zuneigung zu Krishna und schließlich reine Liebe zu Ihm, dem Ziel des Lebens.