Bhakti Weltansicht

Moral

 

„Durch seine Arbeit, seine Gedanken und Worte muss ein intelligenter Mensch so handeln, dass er allen Lebewesen in diesem und im nächsten Leben nützt.“ - Caitanya Caritamrita Adi 9.43

 

Woher sollen wir wissen, was richtig und was falsch ist? Gibt es einen absoluten Moralstandard?

 

Nach der Lehre der Veden wie der anderer religiöser Traditionen bestimmt Gott, was richtig und was falsch ist. Seine absoluten Worte bestimmen den Standard für Moral. Ohne Gott hat erfundene Moral keinen nachhaltigen Nutzen.

 

Die vedischen Verhaltensregeln ziehen Zeit, Ort und Umstände in Betracht – und sogar die Entwicklungsstufe der eigenen Spiritualität. Ein Mensch zum Beispiel, der spirituell fortgeschritten ist, verpflichtet sich einem höheren Standard an Mitgefühl, Selbstkontrolle, Wohltätigkeit und anderen guten Eigenschaften.

 

Das höchste Moralprinzip besteht darin, sich Gott und den Lebewesen gegenüber so zu verhalten, dass spiritueller Fortschritt gefördert wird. Alles gehört Gott und soll in Seinem Dienst benutzt werden. In dem Maße, wie wir Gott näher kommen, lieben wir auch alle Geschöpfe Gottes und respektieren die Rechte anderer, einschließlich der Tiere.

 

Aus Dankbarkeit wendet sich jemand auf dem Pfad der Bhakti sowohl Gott als auch der Welt zu. Er weiß, dass man anderen am besten beisteht, wenn man ihnen hilft, sich spirituell zu entwickeln. Moralisches Verhalten bedeutet materielle Wohltätigkeit, muss letztendlich aber fruchtlos bleiben, wenn spirituelles Wissen fehlt.