SPIRITUELLE WELT

Beschreibung von Vaikuntha

„Auf den Vaikuntha-Planeten gibt es viele Wälder, die Glück spenden. In diesen Wäldern sind die Bäume Wunschbäume, und in allen Jahreszeiten sind sie mit Blüten und Früchten beladen, denn alles auf den Vaikuntha-Planeten ist spirituell und persönlich. Auf den Vaikuntha-Planeten fliegen die Bewohner in ihren Flugzeugen in Begleitung ihrer Gemahlinnen und Gefährtinnen und besingen ewig den Charakter und die Tätigkeiten des Herrn, die frei sind von allen unheilvollen Eigenschaften. Während sie die Herrlichkeiten des Herrn besingen, verspotten sie sogar die Gegenwart der duftenden Madhavi-Blumen, die mit Honig überladen sind.


Wenn der König der Bienen in einer hohen Tonlage summt, während er die Herrlichkeiten des Herrn besingt, ersterben vorübergehend die Stimmen der Taube, des Kuckucks, des Kranichs, des Cakravaka, des Schwans, des Papageis, des Rebhuhns und des Pfaus. Solch transzendentale Vögel stellen ihren eigenen Gesang ein, nur um die Herrlichkeit des Herrn zu hören. Obwohl Blüten tragende Pflanzen, wie die Mandara, Kunda, Kurabaka, Utpala, Campaka, Arna, Punnaga, Hagakesara, Bakula, Lilie und Parijata, transzendental duften, sind sie sich dennoch der Tapasya (Entsagungen) bewusst, die Tulasi auf sich genommen hat; denn Tulasi wird vom Herrn, der Sich mit ihren Blättern bekränzt, besonders bevorzugt.


Die Bewohner von Vaikuntha reisen in ihren Flugzeugen aus Lapislazuli, Smaragden und Gold. Obwohl ihre Gefährtinnen, die breite Hüften und liebreizend lächelnde Gesichter haben, dicht neben ihnen sitzen, können sie durch ihren Frohsinn und ihre Anmut nicht zu Leidenschaft erregt werden. Die Damen auf den Vaikuntha-Planeten sind so schön wie die Glücksgöttin selbst. Solch transzendental schöne Frauen sieht man manchmal Marmorwände abstauben, die in Abständen mit goldenen Leisten verziert sind, um die Gnade der Höchsten Persönlichkeit Gottes zu erlangen, während ihre Fußreifen klingen. Die Glücksgöttinnen verehren den Herrn in ihren Gärten, indem sie auf den mit Korallen ausgelegten Ufern der transzendentalen Gewässer Tulasi-Blätter opfern. Während sie dem Herrn Verehrung darbringen, können sie auf dem Wasser die Spiegelung ihrer schönen Gesichter mit ebenmäßigen Nasen sehen, und es scheint, dass sie noch schöner geworden sind, weil der Herr ihre Gesichter geküsst hat.


Es ist sehr bedauerlich, dass unglückselige Menschen die Beschreibung der Vaikuntha-Planeten nicht erörtern, sondern sich mit Themen befassen, die es nicht wert sind, gehört zu werden, und die die Intelligenz verwirren.“ – Srimad Bhagavatam 3.15.16-23